2020 war für uns ein wunderbares Jahr mit vielen Begegnungen, riesigen Herausforderungen, einer unheimlich steilen Lernkurve, voller Kreativität und Spaß. Lasst mich euch mitnehmen auf einen spannenden Jahresrückblick auf das Jahr 2020 von Campeleon.

Neben Themen, die uns alle beschäftigt haben – ihr wisst bestimmt, wovon ich spreche – war 2020 ein sehr vielfältiges Jahr für Campeleon. Ein Jahr, in dem ein großartiges Team zusammengewachsen ist. In dem tausende Ideen sortiert und geordnet werden mussten. Ein Jahr in dem eine Idee in die Schublade gelegt wurde und eine Renaissance erlebt. In dem erste Tiefschläge eingesteckt werden mussten. Ein Jahr, in dem man lernt, wie lange man über ein Logo diskutieren kann und am Ende dann die Community entscheiden lässt. In dem wir viele Klinken geputzt haben. Ein Jahr, in dem wir tolle Personen und Firmen kennengelernt haben. In dem wir den Spirit hinter einer Unternehmensgründung wirklich entdeckt und gefühlt haben. Ein Jahr in dem mit Partnern schon Großartiges erreicht wurde. Ein Jahr, was uns stark macht für 2021 – unserem Jahr. Aber lasst uns mal von vorne anfangen – hier kommt unser ganz persönlicher Jahresrückblick.

Endlich kann das Team zusammenarbeiten 

Schon 2019 hat sich Nico auf den Weg gemacht, Campeleon langsam zu Leben zu erwecken und die Idee von modularen Reisemobilen, die sich immer wieder den Bedürfnissen seiner Nutzer anpassen, umzusetzen. Erste Gespräche mit potentiellen Mitgründern fanden statt. Der Name Campeleon wurde kreiert. 2020 sollte es dann richtig losgehen.  

So starteten wir Anfang 2020 als loser Verbund mit der Motivation Reisen flexibler und nachhaltiger zu gestalten. Personen, die sich vorher nicht oder nur kaum kannten. Die noch nie miteinander zusammengearbeitet haben. Was für eine spannende Reise. In den ersten Gesprächen ging es um allesmögliche: Was wollen wir konkret machen? Wann und wie wollen wir auf den Markt? Wie wollen wir zusammenarbeiten? Für was soll das Unternehmen stehen? Wie strukturieren wir das Unternehmen? Nach zwei langen Gesprächsrunden wurde klar, wer in den nächsten Monaten enger zusammenarbeiten möchte: Linda, Natalie, Holger, Michael, Egor und Nico.  

Die Realität holte uns dann schnell ein. Denn die Zusammenarbeit verlief – Corona sei Dank – komplett virtuell. Zuerst war das eine große Herausforderung, rein virtuell Strukturen aufzubauen. Rückblickend ist es aber wohl eher ein Geschenk. Denn Natalie lebt in Hamburg, Holger arbeitet aus Sebnitz. Und auch alle anderen haben so die Möglichkeit, ihren Arbeitsort flexibel zu wählen. Wenn wir uns doch mal treffen wollten, konnten wir immer an unseren Schreibtischen und in den Räumen bei Sherpa in Dresden zusammenkommen. 

Gleich von Anfang an beschäftigte uns, wie wir wahrgenommen werden wollen. Wie soll das Logo aussehen? In welchen Farben soll unsere Webseite erscheinen? Brauchen wir einen Claim? Wichtig für uns war es auch, als Team enger zusammenzuwachsen – dafür fassten wir erste Workshops zur Erarbeitung unserer Unternehmenswerte und unser Team-Offsite im späten Frühjahr ins Auge. 

Ideen, Ideen und noch mehr Ideen  

Natürlich standen auch unsere Produkte im Fokus, mit denen wir am Markt punkten wollen. Allen voran der modulare Campervan. Voller Motivation kam eine Idee nach der anderen aus uns raus – als würde es kein Morgen geben. Klar, ein modulares Ausbausystem soll es sein, aber dann kann man doch noch diese und jene wunderbare Innovation in der Küchenausstattung mit hinzufügen. Und auf jeden Fall müssen wir Produkte für Familien bauen. Für Sportler auch. Aber eigentlich für jedermann. Achja, das Ganze soll ja auch noch in einem digitalen Tool auf dem Tablet oder Laptop konfigurierbar sein.  

Und wo kommt eigentlich diese Idee mit dem Heckbad für die Anhängerkupplung her? Das ist ja wunderbar, dann brauchen wir kein Bad im inneren des Fahrzeugs und können auf ein kürzeres Fahrzeug zurückgreifen. Lasst uns das doch gleich mitmachen, so schwer kann das nicht sein. Und dann wollen wir ja noch auf ein elektrisches Fahrzeug als Basis zurückgreifen – wir haben ja schließlich einen großen Anspruch an Nachhaltigkeit.  

Ihr merkt, wir mussten hart lernen uns zu fokussieren – und wir lernen das immer noch. Auch wenn das heißt einige Ideen auf Eis zu legen – auch unser geliebtes Heckbad. In den vielen Gesprächen mit unseren Mentoren wurden wir immer wieder ermahnt uns zu Fokussieren. Fokus schafft auch eine klarere Kommunikation und so wurden wir besser und besser bei der Vorstellung unseres Konzeptes und unserer Vision.  

Ein wunderbares Team-Offsite 

Apropos Vision – die entstand in einem wunderbaren Team-Offsite im schönen Frankenland. Eigentlich sollte es auf eine Alm in Österreich gehen, aber zu dieser Zeit war an eine Grenzüberschreitung nicht zu denken. Aber halb so schlimm, im Gegenteil. Als wir von Philipp im Hotel Riesengebirge in einem kleinen Örtchen empfangen wurden, haben wir uns gleich richtig wohl gefühlt. Was für eine Gastfreundschaft. Dort trafen wir auch Jonas und Kim von Berg & Macher aus München.  

Jonas führte uns drei Tage hin zu unserer Vision, zu unserem Purpose Statement und zur Beschreibung der Werte von Campeleon. In der inspirierenden Umgebung des Hammerhofs konnten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen. Und das taten wir. Drei Tage in den wir hart gearbeitet haben und viel Energie in Franken gelassen haben. Es hat sich gelohnt, wir sind als Team eng zusammengewachsen und wir sind unserem Fokus auch etwas nähergekommen. Danke Jonas für die Arbeit mit uns – wir freuen uns mit dir in 2021 wieder zu arbeiten. 

 Wir haben den Drive gleich mitgenommen und unseren agilen Strategieprozess mit den Scaling Champions etabliert. Neben virtuellen Schulungen hauptsächlich für Michael und Nico, haben wir unser erstes Strategie-Meeting in Berlin abgehalten, um vor allem eines zu schärfen – unseren Fokus. Sich auf vieles gleichzeitig zu konzentrieren, bringt wenig Fortschritt, weil man mit nichts so wirklich fertig wird. Daher lieber auf zwei oder drei Aspekte konzentrieren und diese in einem definierten Zeitraum fertig bekommen – das ist ein Erfolgsrezept. 

Das Ende von Campeleon? 

Wie es sich für einen ordentlichen Jahresrückblick gehört, gab es auch einen großen Wendepunkt. Es lief nämlich nicht alles so einwandfrei.

Sollte unser Vorgehen uns helfen, endlich jemanden zu überzeugen, unsere Entwicklung und Firmengründung zu finanzieren? Wir liefen und liefen von Tür zu Tür, stellten unser Konzept vor, bekamen ab und zu etwas Feedback. Aber vor allem gab es immer eins: eine Absage. Gerade in diesem Jahr bei unserem frühen Stadium zu investieren, wäre viel zu risikoreich. Wir sollen wiederkommen, wenn wir einen Prototypen haben, dann könne man reden.  

Und so kam es, dass unser erstes Budget zur Neige ging und wir mussten im August auf die Pause-Taste drücken und uns neu sortieren. Alle bewerteten die Situation neu. Michael verließ das Team, alle anderen schauten sich nach anderen Möglichkeiten um, um ein monatliches Einkommen zu haben. Damit haben wir für jeden zunächst eine mittelfristige Lösung gefunden und es konnte weitergehen.  

Weiter geht’s mit Vollgas!

Aus der Situation sind wir gestärkt hervorgegangen, denn unsere Kommunikation nach außen schärfte sich um einiges – Stück für Stück. Wir wussten, es geht um das Große. Es geht um Campeleon. Wir haben ein Video für Investoren aufgenommen und vertonen lassen und haben unser Pitch Deck verfeinert. Des Weiteren gibt es eine sehr ausführliche Broschüre über uns und natürlich einen Business Plan. Den brauchen wir insbesondere für die Beantragung von Fördermitteln. Um kaufmännisch auf das nächste Level zu kommen, haben wir noch Conrad als Berater dazugenommen – er zerlegt jede einzelne Zahl in unserem Finanzplan und stellt die richtigen Fragen, um fokussiert zu bleiben. 

Für euch haben haben wir unsere Webseite überarbeitet und überschaubar mit vielen Informationen gespickt. Auch auf Social Media teilen wir so viele Informationen zu Campeleon und uns persönlich mit euch. Dadurch konnten wir schon einige Follower gewinnen.  Auch mit Gewinnspielen haben wir erste Erfahrungen gesammelt. Damit wir in den nächsten Wochen noch mehr mit euch teilen können, steht uns OBERÜBER KARGER zur Seite.  Zusammen entwickeln wir ein Social Media Konzept – ihr dürft also auf die nächsten Wochen gespannt sein.

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Das Comeback des Heckbads 

Seit Oktober verstärkt Patrick unser Team und unsere Heckbad-Idee erlebt eine Renaissance. Erst ein paar konkretere Designs, dann schon erste konkrete Konstruktionsideen zu den Öffnungsmechanismen. Mit einer Fokusgruppe, die wir natürlich virtuell durchführten, haben wir dann Feedback gesammelt und geprüft, ob das Heckbad etwas ist, das auf euren Reisen nicht fehlen darf. Seitdem geht die Konstruktion mit großen Schritten voran. Mittlerweile sind wir soweit, dass wir dafür die Patentanmeldung vorbereiten. Das Ziel im April 2021 in den Verkauf zu starten, rückt damit immer näher. 

 Das große Ziel – ein modularer Campervan

Auch mit unserem Ausbausystem für Campervans kommen wir Stück für Stück voran. Linda arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung. Eine Frage ist zum Beispiel, wie groß das Raster sein muss, damit ihr in Zukunft volle Flexibilität bei der Ausstattung eurer Reisemobile habt. An ersten Möbelmodulen arbeiten Ina und Simon, zwei Studierende des Technischen Designs der TU Dresden. Speziell für die konstruktiven Aspekte der Entwicklung unterstützt uns nun Eric von H+E Produktentwicklung GmbH. Er entwickelt mit uns die Befestigung des Ausbausystems am Fahrzeug und hilft uns bei der Auswahl der Materialen beim Ausbausystem. Damit wir eng zusammenarbeiten können, haben wir nun auch gleich ein kleines Büro bei H+E bekommen – und wir fühlen uns pudelwohl. 

Wir haben erkannt, dass wir einen großen Vorteil haben. Wir können unseren Konfigurator für die Reisemobile zusammen mit dem Ausbausystem entwickeln. Durch die parallele Entwicklung können wir viele Synergien nutzen. Dadurch konnte schon ein erster 3D-Konfigurator entstehen, den wir schon mit ersten Nutzern testen können. Auch ihr könnt bald testen, denn für uns ist es wichtig mit und von euch zu lernen. 

Abenteuer Crowdfunding

Im November haben wir uns nochmal auf die Herausforderung Crowd-Funding eingelassen. Wir wollen einen elektrischen Kleinbus zu einem Camper umbauen und mit euch auf die Straße schicken. Dadurch können wir lernen, wie in Zukunft das Reisen aussehen kann und wo es noch Herausforderungen gibt. Schon der Videodreh war eine spannende Erfahrung – Egor und Nico mit seiner Familie haben sich voll ins Zeug gelegt. Wir sind sehr dankbar, dass uns Sternauto bei der Kampagne und darüber hinaus sehr unterstützt. In Vorbereitung dessen, haben wir mit HustlePaff zusammengearbeitet, um mit Künstlern T-Shirts und Hoodies zu entwerfen. Wir finden, die sind richtig gut geworden und verkörpern „The Art of Camping“. Leider läuft das Crowd-Funding nicht so wie erwünscht und wir müssen uns damit auseinandersetzen, was die Gründe sind. Ist es das Thema e-Camper? Sind es die Dankeschöns? Haben wir viel zu wenig Reichweite? Wir werden euch zu unseren Findings informieren und an der ein oder anderen Stelle dazu befragen. 

2021 wird unser Jahr

Wir wollen unseren Jahresrückblick mit einem kleinen Ausblick ins nächste Jahr beenden. Für uns startet 2021 gleich im Januar mit der formalen Firmengründung der Campeleon GmbH – endlich. Für uns ist das ein bedeutender Schritt. Wir werden außerdem unsere Zusammenarbeit mit Sono Motors formal beschließen, denn auch bei unseren Reisemobilen spielt Solarenergie eine große Rolle. Ihr dürft gespannt sein. 

Wir treiben unser Heckbad voran und bauen den ersten Prototypen mit unseren Partnern auf. Denn wir wollen im April in den Verkauf der Heckbäder für die Anhängerkupplung gehen, damit sie auch pünktlich zur Reisesaison 2021 verfügbar und ausgeliefert sind. Dafür arbeiten wir gerade hart daran, 60.000€ für den Prototypenbau zusammenzusammeln. Dabei könnt ihr uns gerne helfen. Schlagt uns gerne vor, wie wir dieses Vorhaben gemeinsam umsetzen können. Und seid auch weiterhin neugierig, wie es mit der Erfolgsgeschichte um Campeleon weitergeht.

Jetzt heißt es aber erstmal Kraft tanken und in Ruhe mit der Familie Weihnachten feiern. Wir wünschen euch besinnliche Weihnachten und einen fleißigen Weihnachtsmann. Genießt die Zeit und rutscht gut ins neue Jahr.