3 Tipps für Camping trotz Corona

Der Frühling zeigt sich seit einigen Tagen von seiner schönsten Seite – warme Temperaturen und strahlender Sonnenschein wecken die Vorfreude auf den Sommer. Laue Sommernächte am See, ausgiebige Wanderungen in der Natur,  vielleicht ein spontaner Roadtrip oder Quality Time mit der Familie  auf dem Campingplatz.  Dieses Jahr könnte das Ganze allerdings ein wenig anders aussehen. Die Frage ist, wie kann man das beste aus der Situation machen? Denn Camping geht auch trotz Corona. Wir geben euch 3 Tipps, mit denen dieser Sommer trotzdem wundervoll wird.

Wie steht es momentan um das Reisen?

Vor einigen Tagen hat Kanzlerin Angela Merkel angekündigt, die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona Virus schrittweise aufzulockern. Erste Geschäfte öffnen wieder, das öffentliche Leben soll langsam wieder ins Rollen kommen. Von einer Normalisierung der Lage ist aber trotzdem noch lange keine Rede. Vor allem der Tourismusbranche stehen wohl weiterhin harte Zeiten bevor.

In einer  Stellungnahme mehrerer Tourismusverbände vom 13. März heißt es, dass Reisebüros, Beherbergungsbetriebe und Reiseveranstalter Buchungsrückgänge um 80% verzeichnen. Je nach Zielort würden  außerdem rund 80% der ausstehenden Reisen storniert werden. Diese Zahlen dürften aller Wahrscheinlichkeit nach noch weiter gestiegen sein. Der Reiseverkehr innerhalb Deutschlands und Europas ist beinahe vollständig zum Erliegen gekommen.

Seit Ende März 2020 sind auch alle Campingplätze in Deutschland für touristische Übernachtungen geschlossen. Und auch beliebte Camper-Reiseziele in Frankreich, Italien, den Niederlanden und Co. bleiben aufgrund geschlossener Grenzen wohl noch eine ganze Weile verwaist.

Was heißt das für Reisen im Sommer?

Wie genau die Situation im Sommer aussehen wird, kann niemand so genau sagen. Experten rechnen im Jahr 2020 allerdings insgesamt mit einem geringerem Reiseaufkommen. Ärztepräsident Klaus Reinhardt ging in einem Interview mit Zeitungen der Funke Mediengruppe sogar so weit zu sagen: “Ich glaube nicht, dass die Deutschen in diesem Sommer schon wieder Urlaubsreisen machen können.”  Selbst bei einer schrittweisen Rückkehr in den Alltag, werde die Pandemie unser Land noch eine ganze Weile beschäftigen. Es bleibt unklar, wie lange die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes in Berlin noch bestehen bleibt. Und selbst, wenn sie aufgehoben werden sollte, ist es sehr wahrscheinlich, dass viele Länder ihre Einreisesperren erst in mehreren Monaten aufheben. Da könnte es aber schon zu spät für den Sommerurlaub sein.

Heißt das nun, dass uns ein Camping-freier Sommer bevorsteht? Nicht unbedingt.

3 Tipps für einen tollen Sommer trotz Corona

Suche das Schöne in deiner Umgebung.

Nordsee

Klingt vielleicht nach einer blöden Floskel, aber: Manchmal ist das Schöne gar nicht so weit entfernt, wie man denkt. Auslandsreisen könnten in diesem Jahr schwierig werden, aber das heißt nicht, dass du komplett auf das Reisen verzichten musst. Es ist sehr wahrscheinlich, dass zuerst Lockerungen der Reisebeschränkungen im Inland eintreten, so Christian Laesser, Touristik-Professor an der Universität St. Gallen im Gespräch mit der Zürcher Zeitung. Auch Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz rechnet mit einer „Wiederbelebung“ des Inlandstourismus.

Auch, wenn du bislang eher in der Ferne unterwegs warst, lohnt es sich also darüber nachzudenken, dieses Jahr einen Campingplatz in Deutschland anzuvisieren. Dann ist Camping trotz Corona möglich. Von Baden in der Nord- oder Ostsee, Wanderungen durch die Pfalz oder die Sächsische Schweiz bis hin zu Ausspannen am Obersee in Bayern hat Deutschland landschaftlich eine Menge zu bieten.  Ein netter Nebeneffekt, wenn du mit dem eigenen Campervan oder Auto unterwegs bist: Kürzere Strecken bedeuten weniger Spritverbrauch – das freut den Geldbeutel und die Umwelt. Vielleicht gibt es ja sogar einen ganz tollen Campingplatz direkt bei dir in der Umgebung – damit unterstützt du die lokale Wirtschaft und die Campingplatzbetreiber in deiner Nähe dürften sich über die Unterstützung freuen!

Du hast für diesen Sommer bereits einen Stellplatz auf deinem liebsten Campingplatz gebucht, bist dir aber unsicher, ob du wirklich hinfahren kannst? Zeige dich solidarisch und warte mit der Stornierung so lange wie möglich. Zum einen musst du anfallende Kosten selbst tragen, wenn du dich aus freien Stücken dafür entscheidest, deine Reise nicht anzutreten. Zum anderen stehen viele Campingplatz-Betreiber aufgrund vielfacher Stornierungen schon jetzt vor großen Problemen. Wenn es dir irgendwie möglich ist, versuche deine Reise zu verschieben, anstatt sie komplett ausfallen zu lassen. Viele Betreiber bieten mittlerweile Gutscheinlösungen an. Kontaktiere am besten deinen Lieblings-Campingplatz, um mehr zu erfahren.

Sei kreativ.

Home Camping

Dir ist die ganze Sache mit dem Reisen in diesem Jahr einfach zu unsicher? Dann versuche kreativ zu werden! Manchmal ist es doch gar nicht wichtig, wo man ist – sondern viel eher, mit wem man die Zeit verbringt.

Wie wäre es zum Beispiel mal mit Camping im eigenen Garten? Zugegeben, schon das Gefühl sich hinter das Steuer zu setzen und sich auf den Weg ins nächste Reiseabenteuer zu stürzen, gehören irgendwie dazu. Aber besondere Zeiten erfordern eben besondere Maßnahmen. Den Campervan einfach in den Hinterhof gestellt oder das Zelt aufgespannt und los geht’s. Mit Lagerfeuer und leckeren One-Pot-Gerichten aus dem Camping-Kocher kommt trotzdem Reisefeeling auf. Auch mit Kindern kann Camping im Garten eine tolle Sache sein. Und wenn es doch mal regnet, dann wird das Zelt eben im Wohnzimmer aufgebaut.

 

Bleibe spontan und flexibel.

Du bist nicht an einen bestimmten Zeitraum für deine Reise gebunden? Wieso verschiebst du deine Reisepläne dann nicht auf den Herbst? Zugegeben: Niemand weiß, wie die Situation im August oder September aussieht. Aber die Chancen stehen doch ganz gut, dass die Lage bis dahin zumindest besser unter Kontrolle ist, als jetzt und Camping trotz Corona möglich ist. Das könnte auch heißen, dass innereuropäische Grenzen wieder geöffnet sind. Und das ist doch das Tolle am Reisen im Campervan: Du kannst dich spontan ans Lenkrad setzen und losfahren. Also lass dich doch einfach darauf ein und sieh deine Reise dieses Jahr noch viel mehr als Abenteuer.

Wenn du Kinder hast und an die Sommerferien als Reisezeit gebunden bist, sieht das mit der Spontanität natürlich etwas schwieriger aus. Es gibt erste Diskussionen darüber, die Sommerferien komplett auf den Herbst zu verlegen. So hätten Familien die Möglichkeit, trotz Corona auszuspannen, die Tourismuswirtschaft müsste nicht auf ihre Einnahmen verzichten und die Kinder hätten im Juni und Juli Zeit, den Stoff aufzuholen, den sie durch die Schulschließungen versäumt haben. Ob das allerdings Anklang in der Politik findet, steht in den Sternen. Ansonsten musst du wohl oder übel versuchen, den Spaß aus 6 Wochen Sommerferien auf 2 Wochen Herbstferien zu komprimieren.

Ganz egal ob mit oder ohne Familie: Wenn du in diesem Jahr nicht auf deine Auslandsreise verzichten magst, wirst du wohl erst ganz kurzfristig erfahren, ob sie stattfinden kann oder nicht. Wenn nicht, dann bleiben dir ja immer noch Tipp 1 und 2.

Fazit – Camping trotz Corona ist nicht unmöglich.

Ganz egal, wie man es dreht und wendet: Dieses Jahr ist schwierig. Unser Leben kann nicht wie gewohnt stattfinden und das gilt eben auch für den Sommerurlaub oder die Sommerferien. Aber in jeder Krise gibt es auch die Möglichkeit Neues zu entdecken, wenn man sich nur darauf einlässt. Wir hoffen, wir konnten dir mit unseren Tipps eine kleine Inspiration geben, denn die nächste Reise kommt bestimmt ganz bald! Auf unserem Blog findest du noch mehr Reise-Inspirationen. Hast du selbst eine Idee für ein neues Beitragsthema? Dann melde dich doch gerne bei uns!

Übrigens – Wir haben jetzt auch eine Facebook-Gruppe zum Thema nachhaltiges Camping. Werden Teil unserer Community, tausche dich mit anderen aus und lass dich inspirieren!

2020-12-10T12:36:27+01:00
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